Autostrom-Kosten

Das E-Auto ist stark im Kommen – gut so! Schließlich soll das E-Auto die Lösung für eine umweltfreundliche Zukunft sein. Doch einige Fragen, die sich um Kosten von Strom, E-Auto und Wallboxen drehen, werden häufig gestellt. Wir klären für Dich die 10 häufigsten Fragen rund um das Thema E-Auto und die Stromkosten, die mit dem Auto verbunden sind.

Was kostet eine E-Auto-Ladung?

Das E-Auto muss regelmäßig aufgeladen werden. Und je nach Akku-Kapazität dauert das schon ziemlich lange, wenn es sich bei der entsprechenden Ladesäule nicht gerade um eine Schnellladestation handelt. Die größten Akkus für E-Autos können 100 Kilowattstunden Strom speichern, je nach Modell liegt der Verbrauch übrigens bei durchschnittlich 20 Kilowattstunden pro 100 Kilometer. Und zurzeit kostet eine Kilowattstunde ca. 32 Cent, eine Ladung von 100 Kilowattstunden werden also 32 Euro fällig. Proportional weniger zahlst Du also bei einem leistungsschwächeren Akku, der Dir aber kürzer entspanntes Fahren ermöglicht.

Gibt es Autostromtarife?

Ja. Normalerweise speist sich eine private Ladestation für ein E-Auto – eine sogenannte Wallbox – aus einer Starkstromsteckdose. Immer mehr Energieversorger setzen aber auch auf Kombipakete und bieten Tarife für Privathaushalte mit E-Auto. Dadurch und durch gutes Vergleichen kannst Du als Verbraucher einiges an Geld sparen.

Wie kann ich mein Auto zuhause aufladen?

Klar – es gibt öffentliche Ladesäulen. Angenehmer ist es aber, das Auto in der eigenen Garage aufzuladen, mittels einer Wallbox, die flotteres Laden bietet als eine öffentliche Ladestation. Eine Wallbox wird mit einer Starkstromsteckdose verbunden und kann dann für die Ladung des E-Autos verwendet werden. Allerdings muss die Einrichtung einer eigenen Ladesäule vorab dem lokalen Netzbetreiber mitgeteilt werden. Seit dem 21. März 2019 gilt in dem Punkt eine Meldepflicht.

Weidmüller AC-Ladesäule
Wallboxen gibt es vielen Ausführungen und Formen. Beispiel vom Design die AC-Ladesäule von Weidmüller.

Welche Vorteile bietet eine Wallbox?

Ein wichtiger Aspekt: Schnelligkeit! Eine Wallbox kann nämlich sehr viel flotter für einen vollen Akku sorgen als eine öffentliche Ladestation, an der eine Ladung gern mal acht Stunden dauern kann. An einer 400-Volt-Steckdose leistet eine hochwertige Wallbox schon mal 11 Kilowatt oder mehr, und kann in maximal 3,5 Stunden den gesamten Akku aufladen.

Ein anderer Vorteil der Wallbox ist die Sicherheit. In der Box selbst sind nämlich Schutzvorkehrungen gegen Wechsel- und Gleichstromfehler verbaut, sollte also ein Defekt vorliegen, bist Du immer noch sicher vor Stromschlägen.

Was kostet ein E-Auto?

So gut das E-Auto auch für die Umwelt ist – die Kosten für eine Anschaffung sind ziemlich hoch. Je nach Modell und Akkuleistung kriegst Du ein E-Auto für zwischen 20.000 und 90.000 Euro. Die höheren Preise betreffen meist die E-Autos mit einem größeren Energiespeicher. Falls Du nicht gerade eine öffentliche Ladesäule vor der Haustür hast, fallen dann auch Kosten von 500 bis 2000 Euro für die Anschaffung einer Wallbox an.

Kann ich mein E-Auto mit Ökostrom laden?

Aber natürlich. Wenn Dein Stromtarif ein Ökostromtarif ist, fährst Du sogar mit wirklich reinem, grünem Gewissen. Bei öffentlichen Ladesäulen kommt es darauf an, wie die Betreiber bzw. die zuständige Regierung entschieden hat. Wenn es auch an der nächsten öffentlichen Ladesäule Ökostrom “getankt” werden kann, dann ist das natürlich umso besser.

Wie finde ich unterwegs eine Ladesäule?

Wenn Dir unterwegs die Energie ausgeht, dann kannst Du die Bundesnetzagentur oder das Ladesäulenregister konsultieren. Die Bundesnetzagentur stellt Dir eine Liste von Ladesäulen zur Verfügung, zusätzlich kannst Du auf einer Karte nach Ladesäulen in Deiner Nähe suchen. Wenn Du vorher weißt, dass Deine Route durch Gegenden geht, in denen Dein Hanyempfang schlecht sein wird, kannst Du Dir diese Liste herunterladen.

Auch die Seite Ladesäulenregister bietet eine Karte, zusätzlich gibt es eine Suchfunktion nach Standort, Steckertyp, Zahlungsmethode, Abrechnungsmodus, Ladeeinrichtung und Umkreis.

Welche Förderungen für E-Autos gibt es?

Die wohl bekannteste Förderung für Privatpersonen ist die Umweltprämie. Bei Kauf und Leasing von Plug-In-Hybrid- oder E-Autos beteiligen sich nämlich sowohl Bund als auch der Hersteller. Der Hersteller gewährt in der Regel 3000 Euro, manche Konzerne sogar mehr. Der Anteil des Bundes beläuft sich auf 6000 Euro. Insgesamt wird also der Kauf eines E-Autos mit 9000 Euro gefördert (6.750 Euro bei Plug-in Hybriden) wenn das Fahrzeug netto nicht mehr als 40.000 Euro kostet.

Bei einem Preis von bis zu 65.000 Euro netto beträgt die neue Prämie 7.500 Euro (5.625 Euro bei Plug-in Hybriden). Zudem sinkt die Mehrwertsteuer befristet bis Ende 2020 von 19 auf 16 Prozent. Die Hersteller müssen diese Ersparnis allerdings auch an die Kunden weitergeben.

Durch die Coronakrise wurde die Förderung temporär angehoben, als sogenannte Innovationsprämie. Die soll bis zum 31. Dezember 2021 gelten. Für Neu-E-Auto-Fahrer lohnt sich also die Anschaffung gerade in diesem Zeitraum.

Der Antrag auf Förderung sollte nach dem Kauf und nach der Zulassung des Fahrzeugs beim BAFA eingereicht werden.

Wie wirkt sich die Förderung aus?

Abgesehen vom niedrigeren Preis und einer besseren Umweltbilanz gibt es eigentlich nur eine weitere Auswirkung. Das geförderte Auto kann sechs Monate nicht weiterverkauft werden, sondern muss für diesen Zeitraum auf den Antragsteller zugelassen bleiben. Erst nach Ablauf dieser Frist kannst Du Dich wieder von dem E-Auto trennen, wenn Du doch nicht zufrieden sein oder kein Auto mehr brauchen solltest.

Werden Wallboxen gefördert?

Ja, allerdings sind die Bundesländer dabei unterschiedlich großzügig. Die gute Nachricht ist aber, dass Wallboxen in vielen Bundesländern gefördert werden. In Nordrhein-Westfalen bekommen Privatpersonen durch das Sofortprogramm Elektromobilität 2500 Euro, Sachsen zahlt 1000 Euro und gewährt weitere 200 Euro pro Kilowattstunde Akkukapazität. In Schleswig-Holstein werden jeweils Kauf und Installation einer Wallbox mit 400 Euro gefördert. Etwas mehr gibt es, wenn zusätzlich eine Photovoltaikanlage installiert und mit der Wallbox verbunden wird.

Fazit

Das E-Auto ist noch nicht ganz ausgereift, aber die Weichen werden von mehreren Seiten gestellt, damit sich ein E-Auto lohnt. Damit die Kosten dann auch im laufenden Betrieb moderat bleiben, suchst Du einfach einen passenden Stromtarif. Nicht vergessen, den Antrag auf Förderung einzureichen, damit der effektive Kaufpreis für Dich sinkt. Und dann heißt es: gute Fahrt!

Werden Wallboxen gefördert?


Beitrag zuletzt aktualisiert am 21. September 2020