Tipps für Fahranfänger

Wohl fast alle, die die Prüfung gerade erst bestanden haben, sind bei ihren ersten Autofahrten nervös. Wer nicht direkt mit dem Führerschein ein Auto bekommen hat und über wenig Fahrpraxis verfügt, benötigt naturgemäß mehr Zeit, um sich sicher durch den Straßenverkehr zu bewegen. Auch erfahrene Autofahrer machen Fehler, in der Probezeit haben diese jedoch meist schwerwiegende Konsequenzen. Damit der Führerschein nicht schon kurz nach Erhalt wieder eingezogen wird, gilt es, typische Anfängerfehler zu vermeiden.

Wer umsichtig fährt, spart Geld

Schalten, Gas geben, bremsen, blinken, rückwärts einparken – es dauert, bis das alles Routine ist. Insbesondere junge Autobesitzer, die noch nicht lange hinter dem Steuer sitzen, müssen noch viel üben und mit Bedacht fahren, um sich selbst und andere Verkehrsteilnehmer nicht zu gefährden. Zudem sparen umsichtige Fahranfänger bares Geld: 18- bis 28-Jährige, die ihren Fahrstil im Rahmen der Autoversicherung mit einer Telematik-App überprüfen lassen, wie sie etwa der Direktversicherer CosmosDirekt anbietet, versichern ihr Auto im Jahr bis zu 30 Prozent günstiger.

Foto: Fahranfänger am Steuer

Laut den Statistiken der Europäischen Kommission sind Unfälle im Straßenverkehr die häufigste Todesursache von jungen Menschen im Alter zwischen 18 und 24 Jahren.
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Unfallstatistik: Risiko bei jungen Fahrern überdurchschnittlich hoch

Unfälle können hingegen eine Erhöhung der Prämie, hohe Bußgelder und im schlimmsten Fall den Verlust des Führerscheins zur Folge haben. Und das sind nicht die einzigen Gründe, im ersten eigenen Auto besser zweimal in den Rückspiegel zu schauen. Denn auch wenn junge Erwachsene heutzutage schon als 17-Jährige am begleiteten Fahren teilnehmen dürfen und dadurch früh Fahrpraxis gewinnen, haben 18- bis 24-jährige Verkehrsteilnehmer immer noch das mit Abstand höchste Unfallrisiko im Straßenverkehr: Laut der offiziellen Straßenverkehrsunfallstatistik 2016, die hier als PDF verfügbar ist, verunglückten in Deutschland insgesamt 65.908 junge Männer und Frauen dieser Altersgruppe im Straßenverkehr, 435 junge Erwachsene wurden dabei getötet.
Zu den Unfallrisiken gehören beispielsweise das Fahren unter Alkoholeinfluss sowie die Ablenkung vom Verkehrsgeschehen, etwa durch Selfies am Steuer. Wer vorsorgen will, sollte an einem der Sicherheitstrainings wie Vorfahrt für Deine Zukunft teilnehmen. Und richtig Spaß macht es auch noch!

Unfallursachen: Häufige Fehler

Die Unfallursachen sind dabei nicht immer im Fehlverhalten der Fahrer zu suchen. Auch technisches Versagen, Hindernisse oder ungünstige Witterungsbedingungen und Straßenverhältnisse führen häufig zu einem Crash. Den ersten Platz belegt jedoch immer noch ein Klassiker: der Bleifuß. Vor allem in Kombination mit schlechten Sichtverhältnissen, glatten oder nassen Fahrbahnen kann zu schnelles Fahren fatal sein – aber auch zu langsames. Mehr als 47.000 Unfälle sind 2016 passiert, weil die Fahrer mit nicht angepasster Geschwindigkeit unterwegs waren.

Wer ständig extrem beschleunigt und bei hoher Geschwindigkeit bremst, treibt zudem den Spritverbrauch in die Höhe und beschleunigt den Gummiabrieb der Autoreifen. Auch der Faktor Alkoholkonsum spielt nach wie vor eine Rolle bei Unfällen: In den späten Abend- und Nachtstunden des Wochenendes, zwischen 22 und 7 Uhr, verunglücken viele junge Fahrer tödlich. Viele dieser nächtlichen Unfälle dürften sogenannte „Disco-Unfälle“ sein. Auch zu dichtes Auffahren, riskante Überholmanöver, emotionale Labilität und Ablenkung durch Handy oder Musik erhöhen das Unfallrisiko.

Trägt der Fahrer die Schuld, drohen in der Probezeit je nach Schwere und Folgen des Vergehens:

  • Punkte in Flensburg
  • Bußgelder
  • eine Strafanzeige
  • eine Verlängerung der Probezeit
  • eine MPU (medizinisch-psychologische Untersuchung, umgangssprachlich Idiotentest)
  • der Entzug des Führerscheins

7 Regeln zur Unfallvorbeugung

  1. vorsichtig (vorausschauend) und rücksichtsvoll fahren
  2. nur ausgeschlafen und fit hinters Steuer setzen
  3. Sicherheitsabstand halten
  4. Witterung berücksichtigen
  5. keine Ablenkung während der Fahrt durch Handy, Musik, Navi usw.
  6. besondere Vorsicht in Kurven und auf der Autobahn, vor allem bei Stauenden
  7. Pkw regelmäßig auf Verkehrstauglichkeit überprüfen lassen

Elektronische Hilfen wie ein Antiblockiersystem (ABS), eine Antischlupfregelung für das Anfahren (ASR), ein elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP), das das Ausbrechen des Fahrzeugs verhindert, sowie ein Fahrgeschwindigkeitsregler (ACC) können zusätzlich zur Sicherheit beitragen.

Wie läuft so ein Training ab?

Wie lange gilt man als Fahranfänger?
Wer den Führerschein zum ersten mal macht, bekommt diesen für 2 Jahre auf Probe (§ 2a Abs. 1 Satz 1 StVG). Wenn bis dahin nichts vorfällt darf man den Lappen behalten und ist nicht mehr in der Probezeit.

Trainings für Fahranfänger

Jedes trainieren Autohersteller zahlreiche Fahranfänger. Die Idee dahinter ist natürlich die jungen Fahrer mit der eigenen Marke und den Fahrzeugen bekannt zu machen. Die Fahrertrainings richten sich an junge Autofahrer im Alter zwischen 18 und 26 Jahren.

Laut den Statistiken der Europäischen Kommission sind Unfälle im Straßenverkehr die häufigste Todesursache von jungen Menschen im Alter zwischen 18 und 24 Jahren. In dieser Altersgruppe kamen in den Jahren zwischen 2000 und 2009 mehr als 76.000 Personen bei Unfällen mit Kraftfahrzeugen ums Leben – das entspricht rund der Hälfte aller Unfälle mit Todesfolge auf europäischen Straßen. Zu den Unfallrisiken gehören beispielsweise das Fahren unter Alkoholeinfluss sowie die Ablenkung vom Verkehrsgeschehen, etwa durch Selfies am Steuer.

bei einem typischen Sicherheitstraining werden junge Autofahrer durch Experten geschult werden, insbesondere vor dem Hintergrund möglicher Unfallgefahren: Dazu zählen neben der grundsätzlichen Gefahrenerkennung und dem Fahrzeug-Handling vor allem die Geschwindigkeit, die räumliche Einschätzung im Straßenverkehr sowie potenzielle Gefahren durch Ablenkung vom Verkehrsgeschehen beispielsweise durch die verbotene Handynutzung – auch, wenn Smartphones und Selfies sind für viele junge Menschen zu einem festen Bestandteil des täglichen Lebens geworden, haben sie hinter dem Steuer nichts zu suchen. Aber bei aller Warnung wird darauf geachtet, dass das Fahrsicherheitsprogramm Spaß macht, damit es von der Zielgruppe der jungen Autofahrer tatsächlich gut angenommen wird. Partner des von Ford initiierten Sicherheitstrainings ist der Deutsche Verkehrssicherheitsrat. (dpp-AutoReporter/wpr)


Beitrag zuletzt aktualisiert am 16. April 2018