Auto privat verleihen. Wer haftet?

Auto privat verliehen? Wer zahlt bei einem Schaden? Das eigene Auto zu verleihen, kann für Fahrzeughalter teuer werden. Das sagt Frank Mauelshagen, Kfz-Experte der ERGO Versicherung. Nämlich dann, wenn der Freund oder Bekannte damit einen Unfall baut.

Zwar kommt die Kfz-Haftpflichtversicherung des Halters für den Schaden des Unfallgegners auf – unabhängig davon, wer das Auto bei dem Unfall gefahren hat. Aber: Nach einem Schaden steigen oft die Versicherungsbeiträge. Bei der Kaskoversicherung kann zusätzlich eine Selbstbeteiligung fällig sein.

Ist der Wagen nicht kaskoversichert, muss der Halter mit dem Freund den Ersatz des finanziellen Schadens klären oder komplett selbst bezahlen. Wichtig zu wissen: Unbedingt im Vorfeld vom Entleiher einen gültigen Führerschein zeigen lassen! Versäumt der Fahrzeughalter dies, und der Fahrer besitzt gar keinen Führerschein, muss er sich bei einem Unfall grob fahrlässiges Verhalten anrechnen lassen – mit Auswirkungen auf den Versicherungsschutz! Gleiches gilt, wenn der Entleiher nicht nüchtern ist. Bestehen Zweifel über den Zustand des Fahrers, sollte man das Auto besser nicht verleihen.

kotflügel mit einem Blechschaden
Blechschäden können dazu führen dass die Versicherungsprämie steigt. Lieber sollte man auf Carsharing zurückgreifen. Foto: ampnet

Checkliste zum ausleihen

  • Lass dir unbedingt den Führerschein zeigen
  • Ist der Fahrer nüchtern?
  • Schäden bei Anderen muss immer die Versicherung des Halters zahlen
  • Bei einem Unfall steigt die Schadensklasse
  • Am nur an Menschen leihen die sich auf eine Ausgleichszahlung für die gestiegenen Versicherungsbeträge leisten können
  • Idee: Ein Leihvertrag mit einer Zusage für die schäden aufzukommen

Strafzettel musst meistens du bezahlen. Wenn sich die Person die das Fahrzeug ausleiht, weigert zu dem falschparken zu stehen, musst du dafür aufkommen. Du kannst sogar dazu verpflichtet werden ein Fahrtenbuch zu führen damit man sieht wer wann mit dem Auto fährt. Das ist ziemlich nervig und kostet unnötig Zeit.


Beitrag zuletzt aktualisiert am 29. September 2019