Versicherungskosten für ein Auto

Die Höhe der Kosten der Kfz-Versicherung für Ihren PKW ist von zahlreichen Faktoren abhängig:

In erster Linie kommt es natürlich auf Ihren PKW an. Fahren Sie ein Auto, dass bei den Versicherern mit hoher Schadenhäufigkeit und hohen Reparaturkosten eingestuft ist (wie z.B. Porsche), wird die Versicherung leider etwas teurer. Diese Einstufung nennen die Versicherer „Typklassen“.

Als nächstes kommt es darauf an, wo Sie Ihren PKW zulassen. Ländliche Regionen sind hier fast immer günstiger als Großstädte.

Auch Ihre persönlichen Fahrkünste haben Einfluss auf die Versicherungskosten. Die Versicherer legen dazu die Schadensfreiheitsklassen (bzw. Schadensfreiheitsrabatte) an. Je länger Sie bereits schadenfrei fahren, desto höher die Schadensfreiheitsklasse und desto günstiger wird die Versicherung. Im besten Fall zahlen Sie nur 25% der Grundprämie. Hat es in den letzten Jahren öfters mal „gekracht“ können aber auch 240% der Grundprämie fällig werden.
Auto Versicherungskosten Bild
Ein weiterer Faktor, der den Preis der Versicherung erheblich beeinflusst ist die Personengruppe, die den PKW außer Ihnen noch nutzt. Ist es nur Ihr Ehepartner oder fahren den PKW auch Ihre Kinder? Wie werden die Fahrkünste der weiteren Nutzer eingestuft?

Besonders unübersichtlich ist der Dschungel der Versicherungskosten durch die zusätzlichen Rabatte geworden. So gewähren die Versicherer Rabatte, wenn es sich um einen Zweitwagen handelt, wenn Sie pro Jahr nur wenige Kilometer fahren, oder wenn Sie eine Jahreskarte für öffentliche Verkehrsmittel (z.B. die Bahncard) besitzen. Auch der Stellplatz Ihres PKW nachts ist wichtig. Parkt das Auto auf der Straße oder in Ihrer eigenen Garage?

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Wer Punkte hat, soll mehr zahlen

Als Grundlage neuer Prämienberechnung der Pkw-Haftpflicht könnte das Punktekonto in Flensburg dienen – schlägt die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) vor. Grund: die hohe Wahrscheinlichkeit, dass Autofahrer mit einem gefüllten Punktekonto häufiger Unfälle verursachen als jene ohne Punkte. Laut Experten verdoppelt sich die Unfallwahrscheinlichkeit schon mit einem Eintrag.

Bei Fahrern mit zwei oder drei Einträgen erhöht sie sich sogar um das Vierfache. Das gilt für alle Altersgruppen und für Männer und Frauen gleichermaßen und treibt die Versicherungskosten in die Höhe. Eine Berücksichtigung des Punktekontos bei der Versicherungs-Einstufung könnte laut BASt einen Anreiz für einen vorsichtigeren Fahrstil schaffen. Im Ausland wird bereits eine solche Kategorisierung vorgenommen – und die Unfälle gehen zurück. mid

Erschienen am 24. April 2004 in Auto & Motor Ausgabe vom Abendblatt

Beitrag zuletzt aktualisiert am 6. Februar 2015

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