5 Tipps für den Reifenkauf – darauf sollten Fahrzeughalter achten

Fahrzeughalter haben eine große Auswahl an Winterreifen, Sommerreifen und Ganzjahresreifen. Die Vielfalt ist so groß, dass es einigen Menschen schwer fällt, sich auf Reifen für ihr Fahrzeug festzulegen. Im Grunde ist das keine schlechte Sache. Schließlich sollte ein Reifenkauf immer gut überlegt sein, da unter anderem Aspekte wie die Sicherheit darin einfließen. Um Ihnen etwas bei der Orientierung zu helfen, haben wir für Sie 5 Tipps für den Reifenkauf zusammengetragen. Wenn Sie sich an alle Punkten halten, sollten Sie eine gute Wahl treffen.

1. Wahl eines guten Anbieters

Eine der häufigsten Fragen beim Reifenkauf ist: Wo kann man Reifen online kaufen? Verwunderlich ist das nicht. Schließlich lässt sich beim Reifenkauf im Internet viel Geld sparen. Wer bei einem Händler vor Ort kauft, zahlt häufig mehr. Nicht selten kauft der Händler nebenan sogar selbst online ein. Es bietet sich also an, einen guten Anbieter im Internet zu suchen. Dabei sollten sowohl der Preis als auch die restlichen Konditionen stimmen. Unter anderem eine sichere Zahlung per Kreditkarte sollte möglich sein.

2. Art der Reifen

Was für Reifen gewählt werden, sollte selbstverständlich davon abhängen, wofür die Reifen genutzt werden. Im besten Fall sind das Sommerreifen für den Sommer und Winterreifen für den Winter. Gerade letzteres sollte nicht vernachlässigt werden, da die Notwendigkeit von Winterreifen außer Frage steht. Eine Alternative zu Winter- und Sommerreifen sind Ganzjahresreifen, die sowohl im Winter als auch im Sommer gefahren werden können. Allerdings schneiden Ganzjahresreifen normalerweise schlechter ab, als es bei einer Kombination aus Sommer- und Winterreifen der Fall ist. Eine ganz andere Geschichte sind Reifen, die für ein Tuning des Fahrzeugs gedacht sind, hier empfiehlt es sich aber ohnehin, sich erst mit den rechtlichen Vorschriften vertraut zu machen.

3. Reifengröße

Bei der Reifengröße haben Fahrzeughalter keine uneingeschränkten Möglichkeiten, da nur einige Reifengrößen für das jeweilige Fahrzeug freigegeben sind. Diese Informationen können Fahrzeughalter der Zulassungsbescheinigung Teil 1 und dem CoC entnehmen. Die Reifengrößen in den Zulassungsbescheinigungen müssen also nicht mit der tatsächlichen Reifendimension übereinstimmen. Sollten sie jedoch weder in der Zulassungsbescheinigung noch in der CoC auftauchen, ist die Reifengröße nicht freigegeben und bei einer Montage läge gegebenenfalls ein hohes Sicherheitsrisiko vor.

4. EU-Reifenlabel

EU-Reifenlabel
Das EU-Reifenlabel dient zur Kennzeichnung von Reifen in Bezug auf die Kraftstoffeffizienz und andere Parameter wie die Lautstärke.

Seit 2012 haben Verbraucher die Möglichkeit, anhand des EU-Reifenlabels die Eigenschaften von bestimmten Reifen abzulesen. Dabei werden allerdings nur drei Kriterien berücksichtigt: Außenfahrgeräusch, Nassbremseigenschaften und Rollwiderstand. Die Bewertung erfolgt dabei nach dem gleichen Prinzip wie die Energieeffizienz bei Kühlschränken. Es werden Werte in den Klassen A bis G vergeben. Am EU-Reifenlabel können Sie einige wichtige Informationen über die Reifen entnehmen. Wenn Sie online einkaufen, ist das oft nicht einmal notwendig. Viele Verkäufer haben entsprechende Infos bereits auf ihren Webseiten aufgelistet. Sie müssen also keineswegs bei einem Händler vor Ort vorbeischauen, um an die Informationen zu kommen. Im Notfall müssen Sie sich bloß an den Support wenden.

5. Ist ein Wechsel notwendig?

Eine der wichtigsten Fragen vor dem Reifenkauf sollte sein, ob ein Wechsel wirklich notwendig ist. Zum einen ist wichtig, ob sich die Reifen für die jeweilige Jahreszeit eignen. Zum anderen sollten die Reifen nicht zu alt sein. Es ist schließlich nicht möglich, Reifen unbegrenzt zu fahren. Daher lohnt sich ein Wechsel oft sogar dann, wenn das Restprofil noch über 1,6 Millimeter liegt. Bei einem Restprofil, das mehr als 1,6 Millimeter beträgt, können Sie zwar rechtlich kaum belangt werden, allerdings härtet die Gummimischung des Reifens mit der Zeit aus. Das wiederum trägt dazu bei, dass sich der Bremsweg bei Nässe verschlechtert. Im Ernstfall kann das über Leben und Tod entscheiden. Es schadet also nicht, wenn Sie gelegentlich einen Blick auf das Restprofil werfen.

Winterreifen weisen in der Regel eine Profiltiefe von 9 Millimetern auf. Die Profiltiefe von Neureifen können überprüft werden, indem ein Zollstock in der Mitte der Lauffläche zwischen den Profilblöcken geschoben wird.

Video: wie finde ich den richtigen Reifen?

Diese Eigenschaften machen die Reifenqualität aus

Auf der Reifenseitenwand befinden sich die Daten des UTCQ, sprich Uniform Tire Quality Grade. Dieser Grad gibt Aufschluss über das Leistungsniveau des Reifens.

Reifenkauf Ratgeber
Vorher vergleichen, dann hat man mehr Spaß an den Autoreifen.
  • Bodenhaftung: Neue Reifen sollten eine sehr gute Bodenhaftung bei Nässe aufweisen. Zugelassen sind Reifen mit den Werten AA, A, B und C. AA ist die höchste Qualitätsstufe. Der Wert der Bodenhaftung gibt darüber hinaus verlässlich Auskunft über die Länge des Bremsweges.
  • Verschleißgeschwindigkeit: Der sogenannte Trade Wear gibt Aufschluss über die Verschleißgeschwindigkeit der Reifenlauffläche im Vergleich zum Normreifen. Liegt der Wert bei 300, bedeutet das, dass der Reifen dreimal langsamer verschleißt als der Normreifen.
  • Erwärmungswiderstand: Temperature meint den Erwärmungswiderstand des Reifens. Autofahrer sollten auf die Kategorie A achten, denn dies ist die höchste Klassifizierung. Führt ein Reifen schlecht Wärme ab, sind Reifenschäden die Folge.
  • Alter: Reifen die älter als 6 Jahre sind, solltest du nicht mehr verwenden. Sie dazu das Datum auf der DOT-Nummer.

Beitrag zuletzt aktualisiert am 6. Juni 2020

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