Was muss ich beim Reifenkauf beachten?

Im Frühjahr steht der Wechsel auf die Sommerreifen an. Für viele Autofahrer ein Grund über neue Reifen nachzudenken. Vom Profil über die Kosten bis hin zur Langlebigkeit. In unseren Ratgeber sagen wir dir worauf du beim Reifenkauf achten sollst.

Abgenutzte Reifen müssen zwingend durch Neue ersetzt werden – ansonsten ist die Sicherheit auf der Straße gefährdet. Zu den wichtigsten Sicherheitskriterien im Straßenverkehr zählt die Reifen-Profiltiefe. Neureifen sind allerdings nicht in jeder Hinsicht genormt. Wie tief sollten neue Autoreifen sein?

Laut der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung wird eine minimale Profil-Tiefe von 1,6 Millimetern vorgegeben. Empfohlen werden jedoch vier Millimeter Restprofil, sodass Regenwasser zu den Seiten und nach hinten abfließen kann.

Winterreifen weisen in der Regel eine Profiltiefe von 9 Millimetern auf. Die Profiltiefe von Neureifen können überprüft werden, indem ein Zollstock in der Mitte der Lauffläche zwischen den Profilblöcken geschoben wird.

Video: wie finde ich den richtigen Reifen?


Autofahrer sollten vor dem Reifenkauf unbedingt auf die Verwendbarkeit am eigenen Fahrzeug achten. Die Montage falscher Pneus kann zu folgenschweren Verkehrsunfällen führen. Welche Reifen zum eigenen Wagen passen, kann durch einen Vergleich der Radaufschrift mit den Angaben in den Fahrzeugpapieren in Erfahrung gebracht werden. Des Weiteren bieten Online-Händler Beratung und Tools an, die bei der Auswahl Abhilfe schaffen. Auf oponeo.de können Nutzer beispielsweise gezielt nach Reifengrößen und nach Reifenempfehlungen nach Fahrzeugen recherchieren.

Diese Eigenschaften machen die Reifenqualität aus

Auf der Reifenseitenwand befinden sich die Daten des UTCQ, sprich Uniform Tire Quality Grade. Dieser Grad gibt Aufschluss über das Leistungsniveau des Reifens.

Reifenkauf Ratgeber
Vorher vergleichen, dann hat man mehr Spaß an den Autoreifen.

  • Bodenhaftung: Neue Reifen sollten eine sehr gute Bodenhaftung bei Nässe aufweisen. Zugelassen sind Reifen mit den Werten AA, A, B und C. AA ist die höchste Qualitätsstufe. Der Wert der Bodenhaftung gibt darüber hinaus verlässlich Auskunft über die Länge des Bremsweges.
  • Verschleißgeschwindigkeit: Der sogenannte Trade Wear gibt Aufschluss über die Verschleißgeschwindigkeit der Reifenlauffläche im Vergleich zum Normreifen. Liegt der Wert bei 300, bedeutet das, dass der Reifen dreimal langsamer verschleißt als der Normreifen.
  • Erwärmungswiderstand: Temperature meint den Erwärmungswiderstand des Reifens. Autofahrer sollten auf die Kategorie A achten, denn dies ist die höchste Klassifizierung. Führt ein Reifen schlecht Wärme ab, sind Reifenschäden die Folge.
  • Alter: Reifen die älter als 6 Jahre sind, solltest du nicht mehr verwenden. Sie dazu das Datum auf der DOT-Nummer.

Seit dem 1. November 2017 gibt es in 27 europäischen Staaten das EU-Reifenlabel. Dies wird durch einen gesonderten Reifenaufkleber ausgedrückt und sollte auf keinem neuen Reifen fehlen.

Persönliches Reifenprofil

Den passenden Reifen zu finden, hängt auch von den persönlichen Fahrvorlieben ab. Wer sportlich unterwegs ist, setzt gerne auf spezielle Rennreifen, die eine noch stärkere Bodenhaftung haben. Wer oft höhere Lasten transportiert, sollte Spezialreifen kaufen.


Beitrag zuletzt aktualisiert am 2. Mai 2017

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