Die Digitalisierung ist schon lange in der Automobilbranche angekommen. Besonders sichtbar wird diese Entwicklung bei den Möglichkeiten, in modernen Fahrzeugen einfach über eine Schnittstelle das Smartphone einzubinden – und sich so ans Ziel navigieren zu lassen oder die Lieblingsmusik zu hören.
Smart Cars gehen noch einen Schritt weiter und erledigen viele Aufgaben autonom – unter Zuhilfenahme von Sensoren, Daten und neuerdings auch verstärkt KI.

Was ist ein Smart Car?
Smart Cars sind Fahrzeuge, die durch den Einsatz innovativer Technologien wie Sensoren, Bordcomputer und Internetverbindungen hervorstechen. Diese Funktionen versetzen die Fahrzeuge in die Lage, Daten zu sammeln, diese auszuwerten und mit anderen Geräten oder Fahrzeugen zu kommunizieren.
Damit bieten Smart Cars im Vergleich zu herkömmlichen Fahrzeugen erweiterte Funktionen hinsichtlich der Navigationsdienste, Fähigkeiten wie dem autonomen Fahren oder der Integration von Features zur intelligente Verkehrssteuerung. Die technische Ausstattung der Smart Cars umfasst unter anderem GPS-Systeme und digitale Steuerungselemente, mit denen nicht nur der Fahrkomfort erhöht wird, sondern auch zahlreiche Daten ausgelesen werden.
Zudem sind Smart Cars heute in der Lage, viele Funktionen autonom zu erledigen. Die Fähigkeit, ohne Fahrer bewegt zu werden, ist hier nur die „Spitze des Eisbergs“ und die höchste Autonomiestufe. Smarte Autos erledigen eine ganze Reihe von Funktionen selbständig.
Welche Daten werden gesammelt?
Smart Cars nutzen verschiedene Sensoren, um eine ganze Reihe unterschiedlicher Daten beim Fahren bzw. über den Zustand des Fahrzeugs zu erheben. Ein Artikel auf der Website eines VPN-Anbieters zeigt genauer auf, wie Smart Cars ihre Nutzer tracken.
Hier einige Daten, die dabei gesammelt werden:
- Standortdaten: Mithilfe von GPS-Systemen speichern Fahrzeuge Informationen über die aktuelle Position, die Fahrtrouten und die zurückgelegte Strecke. Zusätzlich werden auch Kameradaten zur Umgebungsbeobachtung eingesetzt.
- Fahrverhalten: Entsprechende Telemetrie-Sensoren sind in der Lage, verschiedene Fahrzeugparameter aufzuzeichnen, Dazu gehören die Beschleunigung, Bremsvorgänge und Geschwindigkeitsdaten. Mithilfe von deren Aufzeichnung ist es möglich, Fahranalysen erstellen oder Sicherheitsfunktionen zu optimieren.
- Fahrzeugstatus: Die Telemetrie-Sensoren können neben Fahrdaten auch technische Details wie die Motorleistung oder den Batteriezustand bei elektrifizierten (und teilelektrifizerten) Fahrzeugen und den Reifendruck kontinuierlich überwachen. Damit können nicht nur Leistungsparameter, sondern auch der Wartungsbedarf optimiert werden.
- Personalisierte Daten: Zu den Informationen, die Smart Cars aufzeichnen, gehören auch personalisierte Informationen. Die Nutzerprofile umfassen unter anderem Einstellungen zur Lieblingsmusik oder Kontakte im Navigationssystem.
Diese sehr umfassend erhobenen Daten werden von verschiedenen Nutzern verwendet. Dazu gehören auf der einen Seite natürlich die Automobilhersteller. Aber auch Drittanbieter – hier zum Beispiel Software-Entwickler – greifen auf diese Informationen zu, um einerseits die Funktionalität der Smart Cars zu verbessern, auf der anderen Seite aber auch die Sicherheit zu erhöhen.
Was können Nutzer dagegen tun?
Die Tatsache, dass Fahrzeuge heute in immer stärkerem Umfang auf digitale Features, Sensoren und Informationen zurückgreifen, kann die Sicherheit im Straßenverkehr und den Komfort verbessern. Auf der anderen Seite entstehen an dieser Stelle auch Risiken.
- Bewusst gegen Smart Cars entscheiden
Wer auf smarte Funktionen verzichten will und kann, entscheidet sich mit Fahrzeugen ohne die entsprechenden Sensoren bewusst gegen die zunehmende Digitalisierung. Allerdings wird dieser Schritt zunehmend schwieriger, da heute bereits sehr viele Neuwagen standardmäßig entsprechend ausgestattet sind.
- Sensoren deaktivieren
Verschiedene Funktionen lassen sich in Fahrzeugen deaktivieren. Damit können Halter vielleicht das GPS-Tracking oder die Übertragungen personalisierter Informationen verhindern. Sofern die Funktionen aber in elementare Steuerkreise der Fahrzeuge eingebunden sind, ist dies nicht mehr ohne Weiteres möglich.
Fazit: Smart Cars – Sicherheit muss immer mitfahren
Smart Cars bieten heute verschiedene Vorteile – etwa hinsichtlich der Möglichkeit, den Fahrkomfort und die Verkehrssicherheit zu verbessern. Gleichzeitig bedeutet die Vernetzung aber auch Herausforderungen im Bereich Datenschutz. Es liegt am Ende immer bei den Haltern und Nutzern, sich aktiv mit den Funktionen ihres Fahrzeugs auseinanderzusetzen und Maßnahmen zu ergreifen.