Autobatterie winterfest machen

Im Winter ist die Autobatterie besonders gefordert. Kälte und  Dunkelheit erfordern einen deutlich höheren Strombedarf beim Autofahren als in den Sommermonaten. Weist die Batterie nicht mehr genügend Ladekapazität auf, droht Fahrern eine böse Überraschung. Hier erfahren Sie, wie Sie die Autobatterie fit für den Winter machen.

Licht, Gebläse, Heizung: Laufen diese Funktionen beim Autofahren parallel, belastet das die Autobatterie. Verfügt sie über genügend Power bleibt es während der Fahrt schön warm und die Scheibenwischer sorgen für klare Sicht im Winter. Unangenehm wird es, wenn die Batterie schlapp macht und Fahrer im schlimmsten Fall liegen bleiben. Nicht umsonst führt der ADAC defekte Batterien ganz weit oben in der Pannenstatistik.

Autobatterie Anschlüsse
Gerade im Winter verbraucht die Batterie mehr Strom und sollte daher mehr Aufmerksamkeit genießen.

Ladezustand der Autobatterie regelmäßig prüfen

Neben Winterreifen, genügend Öl im Motorraum und klaren Scheiben, gehört der Stand der Batterie zum Wintercheck dazu. Am besten prüfen Autofahrer den Ladezustand in der Werkstatt. Ein Fachmann sieht unmittelbar, ob ein Austausch nötig ist. Vor allem Autobesitzer, die schon circa sechs Jahre mit der Batterie unterwegs sind, sollten den Zustand auf Herz und Nieren prüfen. Für den Eigentest, parken Sie Ihr Fahrzeug im Dunkeln vor einer Hauswand. Das Abblendlicht wird angelassen, der Motor abgestellt. Falls das Licht nach einigen Minuten schwächer wird oder fackelt, ist die Batterie nicht mehr einwandfrei. Im schlimmsten Fall, macht der Wagen beim Anlassen sogar Probleme. Dann sollte die Batterie auf jeden Fall ausgetauscht werden.

Warum schwächeln Batterien im Winter?

Dafür ist der höhere Energieverbrauch verantwortlich. Der kältere Motor benötigt beim Anlassen mehr Energie. Hinzu kommen weitere Stromfresser wie Beleuchtung und Heizung. Der Stand-by-Modus von GPS belastet die Batterie zusätzlich. Im Winter sind die Systeme im Dauereinsatz belastet, die Zahl der Ladezyklen erhöht sich – all das führt zum Verlust der Lebensdauer einer Autobatterie. Eigenverschulden ist auch fatal. Wer über Nacht das Licht am Auto brennen lässt, wird am nächsten Morgen mit einer leeren Batterie überrascht. Die Batterie entlädt sich komplett.

Darüber hinaus bekommen Stadtautos, die stets nur kurze Strecken fahren, im Winter Probleme. Aufgrund der geringen Fahrzeit kann sich die Batterie nicht richtig aufladen. Das kann zum Totalausfall führen.

Tipps zum Schutz der Autobatterie

  • Unnötigen Verbrauch abschalten wie Heckscheibenheizung
  • Auf Kurzstrecken wenig Verbrauch schalten (Radio auslassen)
  • Musikanlage ausschalten
  • Kurzstrecken vermeiden
  • Destilliertes Wasser an Bord haben, ausreichend Batterieflüssigkeit
  • Inspektion der Batterie, Stromstärke messen
  • Anschlüsse trocken halten
  • Polklemmen mit Vaseline einschmieren

Steht das Auto länger, sollte die Batterie abgeklemmt werden. Ein regelmäßiges Nachladen ist auch möglich. Wird der Akku durch die Lichtmaschine nicht nachgeladen, kommt es zur Sulfatierung. Darunter versteht an die Bildung von Kristallen an den Platten. Das beschädigt die Zellen. Passendes Zubehör, um die Batterie zu laden oder den Stand zu prüfen, gibt es auch online. Ladegeräte, Starter-Kits oder Booster für die Autobatterie kann man bereits ab ca. 20€ kaufen.

Hinweis: Sie haben eine ganz moderne Batterie? Diese sind wartungsfrei und können nicht mit destilliertem Wasser behandelt werden. Moderne Batterien sind nur aufladbar. Wenn das nicht mehr funktioniert, steht ein Austausch an.

Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass Batterien im Winter geschützt werden können, wenn man sie einpackt. Eine Schicht aus Styropor bringt nichts, da die Batterie durch die hohe Belastung entlädt und nicht durch die reine Kälte. Geld für Batterietaschen können Sie sich sparen.

Anzeichen für eine neue Batterie

Die Batterie gibt klare Zeichen, wenn sie ausgetauscht werden muss. Sie streikt öfter und signalisiert den Wechsel. Im Bordbuch des Autos finden sich Informationen, welche Batterie benötigt wird. Auf der Batterie stehen ebenfalls Angaben zu Spannung und Kapazität. Bei Zweifeln einfach an die Autowerkstatt wenden.

Elektroautos im Winter im Vorteil

Wer schon ein E-Auto in der Großstadt fährt, kann im Winter profitieren. Fahrer sind nicht nur umweltfreundlich unterwegs, sondern erleben auch keine Spannungsprobleme. Hybrid- und Elektrofahrzeuge haben verschiedene Stromkreisläufe für die Versorgung. Da ein Leistungsaustausch zwischen den Kreisläufen vorliegt, ist mit einem Ausfall meist gar nicht zu rechnen.

Der Winter raubt einiges an Energie: Wer ein paar Tipps beherzigt, kommt aber mit vollem Tempo durch den Winter.


Beitrag zuletzt aktualisiert am 13. Januar 2020