Silverstone Circuit

Der Kurs im britischen Silverstone hat für den Formel-1-Zirkus historische Bedeutung. Mit dem Großen Preis von Großbritannien im Mai 1950 wurde hier der erste offizielle Weltmeisterschaftslauf gefahren. Bis heute gehört die seither mehrfach umgebaute Strecke südwestlich von Northampton zu den bekanntesten Schauplätzen des Motorsports.

Bis 1990 gehörte Silverstone neben Monza sowie den früheren Strecken von Spa- Francorchamps und Spielberg zu den schnellsten GP-Kursen, die schnellste Runde wurde 1987 von Nigel Mansell im Williams-Honda mit 246,325 km/h gefahren. Ab 1991 wurde die Strecke durch den Einbau zusätzlicher Schikanen langsamer und länger.

Die Strecke von Silverstone entstand auf einem ehemaligen Flugplatz der Royal Air Force im Zweiten Weltkrieg. Im Oktober 1948 fand hier der erste Grand Prix – ohne WM-Status – nach dem Krieg statt, die Streckenführung wurde damals durch Strohballen markiert.

Der Silverstone Circuit zeichnet sich vor allem durch eine vergleichsweise ebene Piste und gute Überholmöglichkeiten aus. Da viele Formel-1-Rennställe in der Umgebung von Silverstone angesiedelt sind, zählt der Kurs zu den am häufigsten genutzten Teststrecken. In der Saison 2000 hatten vor allem die Zuschauer unter heftigen Regenschauern und Nebel zu leiden. Um etwaigen Wetterproblemen vorzubeugen, wurde der Grand Prix von April auf Juli verlegt.

Auf die Fahrer wirken auf dem Silverstone Circuit Fliehkräfte von mehr als drei G ein – sie werden also mit dem dreifachen des eigenen Körpergewichts nach außen gezerrt. Entsprechend streben auch die Autos mit dem dreifachen ihrer Masse dem äußeren Kurvenrand entgegen. Die immer noch flotte Strecke erfordert nur mittelsteile Flügelabstufungen. Der Asphalt ist nicht nur sehr eben, sondern bietet der Haftkraft der Pneus auch einen soliden Partner – ein großes Plus auf einer flüssigen und schnellen Strecke wie derjenigen von Silverstone, auf der nur ein optimal ausbalanciertes Auto schnell sein kann.

Die besten Überholmöglichkeiten bieten die Stowe-Kurve, das Ende der Hangar Geraden, die Club-Kurve und das Ende der Vale Geraden. In Silverstone können die Fahrer gleich an mehreren Stellen Zeit nachholen, wie z.B. beim ersten Streckenabschnitt „Maggots/Becketts“, eine Links-Rechts-Links-Rechts-Kombination, deren Eingang optimal angefahren werden muss, um so die beste Linie zu finden. Auch bei der „Bridge“ Kurve ist es mit Geschicklichkeit möglich, Geschwindigkeiten von bis zu 250 km/h zu erreichen.

Beschreibung Detail
Runden länge: 5.141 km
Länge der Rennstrecke: 308.355 km
Ort, Land: Silverstone, Großbritanien
Runden: 60
Internet-Seite: http://www.silverstone-circuit.co.uk
Grafik Silverstone Circuit Rennstrecke



Beitrag zuletzt aktualisiert am 11. März 2017

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