Dachboxen günstig kaufen

Wer mit dem Auto in den Urlaub fährt kommt oftmals um eine Dachbox nicht herum. Trotz sorgsamer Vorausauswahl und guter Verstauung im Fahrzeug möchten vor allem Familien mit Kindern auf das eine oder andere Zusatzgepäckstück nicht verzichten. Damit die Ferienfahrt mit dem zusätzlichen Kofferraum auf dem Dach nicht mit bösen Überraschungen endet, sollten einige Dinge beachtet werden.

Wichtig ist vor allem, dass die Dachbox ordnungsgemäß befestigt und gesichert ist. Keinesfalls sollten verloren gegangene oder kaputte Teile durch provisorische Basteleien ersetzt werden. Fehlende Sorgfalt kann dazu führen, dass der Zusatzkofferraum auf dem Dach hin- und her rutscht. Beim montieren auf die zulässige Beladung achten und danach schnell zur Tankstelle, um den Druck der Reifen anzupassen und die Scheinwerfer zu justieren.

Thule Motion Sport Dachbox G3 Krono 480 Kamei Corvara S 390
Thule Motion Sport Dachbox Krono 480 Dachbox Corvara S 390 Dachbox
323 Liter 345 Liter 384 Liter
176 cm 185 cm 178 cm
1,5 2,5 1,7
In den Warenkorb EUR 384 In den Warenkorb EUR 209 In den Warenkorb EUR 506
  • Größe: L190 x B67 x H42cm
  • Gewicht: 17 Kg
  • Volumen: 320 Liter
  • Max. Beladung: 75 kg
  • Größe: L198 x B78 x H39cm
  • Gewicht: 15 Kg
  • Volumen: 390 Liter
  • Max. Beladung: 75 kg
  • Größe: L190 x B75 x H43
  • Gewicht: 16 kg
  • Volumen: 390 Liter
  • Max. Beladung: 75 kg

Dachbox Schwarz


Ebenso wie für die Dachlast des Fahrzeuges gelten auch für die Dachbox Gewichtsobergrenzen für die Beladung. Üblich sind 50 bis 75 Kilogramm. Für die Berechnung der tatsächlichen Last auf dem Dach dürfen jedoch das Eigengewicht der Box und der Querträger nicht vergessen werden. Beides wiegt nicht selten allein schon um die 20 Kilogramm und mehr. Doch immer noch Vorsicht: Beim Zusatzgepäck auf dem Dach darf natürlich nicht das zulässige Gesamtgewicht des Autos außer Acht gelassen werden.

Beim Bepacken sollte darauf geachtet werden, dass das Gewicht möglichst gleichmäßig verteilt wird. Die Hälfte sollte zwischen den beiden Trägern liegen, jeweils ein Viertel davor und dahinter. Sofern Ösen und Gurte vorhanden sind, sollte die Ladung auf jeden Fall festgezurrt werden, damit sie nicht unfreiwillig ins Rutschen kommt und dem Fahrer einen Schrecken einjagt, der schnell mit einem gefährlichen Fahrmanöver enden kann. Der ADAC hält die von Herstellerseiten angebotenen Möglichkeiten zur Ladungssicherung in den meisten Fällen für unzureichend und empfiehlt daher zusätzliches Fixieren mit Gurten aus dem Zubehörhandel. Von Gummiexpandern oder einfachen Schnüren sollte man hingen die Finger lassen.

Der TÜV Süd rät grundsätzlich, die Nutzlast der Box nicht bis auf das letzte Kilogramm auszureizen. Schwere Beladung eines Autos wirkt sich nachhaltig auf das Fahrverhalten aus. Das gilt ganz besonders für Zusatzladung auf dem Dach. Sie verlagert den Schwerpunkt des Fahrzeuges deutlich nach oben und bieten dem Wind zusätzliche Angriffsfläche. Besonders betroffen sind SUVs und Vans. In schnell gefahrenen Kurven und bei abrupten Ausweichmanövern müssen Autofahrer mit gefährlicher Seitenneigung rechnen. Zudem verlängert die voll beladene Dachbox den Bremsweg um mehrere Meter. Gerne vergessen wird, dass sich die Durchfahrtshöhe des Autos vergrößert. Hier sollten gerade in engen und verwinkelten Altstadtgassen mit Tordurchfahrten sowie bei der Fahrt in die Tiefgarage die Augen offen gehalten werden.

Dachboxen Video Ratgeber

Obwohl es auf der Autobahn keine Geschwindigkeitseinschränkung für Fahrzeuge mit Dachboxen gibt, empfehlen etliche Hersteller, möglichst nicht schneller als 130 km/h zu fahren. Je vorsichtiger und umsichtiger gefahren wird, desto sicherer ist man nicht nur unterwegs, sondern auch sparsamer. Bei Tempo 100 und schmaler Box erhöht sich der Kraftstoffverbrauch nach Berechnungen des ADAC beispielsweise bei einem VW Golf um einen Liter. Bei 130 km/h sind es dann bereits drei Liter, denn ab 120 km/h steigen Verbrauch und Windgeräusche überproportional an.

Um Umwelt und Geldbeutel zu schonen, sollte die Dachbox daher nach Möglichkeit auch am Zielort abmontiert werden und erst wieder zur Abreise benutzt werden.

Wer eine neue Dachbox kauft sollte darauf achten, dass sie die Normen DIN 75302 oder ISO 11154 erfüllen. Dachboxen lassen sich übrigens auch mieten. (ar/jri)

Dachboxen im ADAC Test

Der ADAC hat acht Dachboxen mit Preisen zwischen 165 und 360 Euro getestet. Dabei wurde festgestellt, dass die meisten der geprüften Produkte mit zu schwachen Befestigungsgurten und Befestigungslaschen ausgestattet sind. Bei extremen Belastungen könnten die Gurte an den Befestigungsösen sogar reißen, die Ladung wäre dann nicht mehr sicher. Das haben Crashtests bewiesen. Testsieger ist die Box Thule Pacific 600(Gesamtnote 1,9), die vor allem in den Kategorien Fahrtest und Gestaltung überzeugen konnte. Platz zwei belegte die Kamei Delphin 340 K, ebenfalls mit Bestnoten bei den Fahrtests.

Fast alle Boxen zeigten beim Fahrtest unter verschärften Bedingungen gute bis sehr gute Leistungen. Lediglich die Atera Carver und Thule Ranger fallen hier etwas ab: Diese Dachboxen verrutschten beim Ausweichtest mit 90 km/h um einige Zentimeter. Größere Unterschiede gab es beim Regentest: Bei den Boxen Montblanc Vista, Neumann Whale und Ranger von Thule dringt beim Beregnungsversuch Wasser in den Innenraum. Bei der faltbaren Thule gelangt zusätzlich das in den Erweiterungstaschen angesammelte Wasser nach einiger Zeit in den Innenraum der Box. Die Kamei Delphin, Atera Carver und die Thule Pacific waren trotz fehlender Dichtleisten absolut wasserdicht. In puncto Handhabung haben die teuren Produkte die Nase vorn. Sie verfügen unter anderem über Schnellverschlüsse für eine einfache Befestigung auf dem Grundträger.

Schwächste Box im Test war die Montblanc Vista 380, die beim Crashtest mit 30 km/h versagte: Spanngurte rissen und die Wintersportausrüstung wurde durch die durchgeschlagene Vorderwand auf die Straße geschleudert.

Aufgrund der Testergebnisse fordert der ADAC Nachbesserungen bei den Befestigungsgurten der Boxen. Zurrösen müssen in ausreichender Anzahl vorhanden sowie ohne scharfe Kanten und stabil ausgeführt sein, um die Ladung zu sichern. Auch die zugehörigen Spanngurte müssen stabil und mit Metallverschlüssen ausgestattet sein. Um einen Diebstahl der gesamten Box oder einzelner Teile der Ladung zu verhindern, sollten stabile Metallverschlüsse obligatorisch sein. (ampnet/jri) Peter Schwerdtmann


Post zuletzt aktualisiert: 16. Januar 2017

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